Buchrezension Don’t love me

Titel: Don’t love me
Autor: Lena Kiefer
Verlag: cbj Verlag
Preis: 12,90-€ [D]
Einbandart: Klappenbroschur
Seiten: 432
Erscheinungsdatum: 12.10.2020
ISBN13: 978-3-570-16598-0
Altersempfehlung: ab 14
Band 1 der Don’t love me Reihe

Inhalt: KENZIE ist nicht gerade begeistert davon, in den schottischen Highlands ihr Design-Praktikum zu absolvieren. Doch als sie bei ihrem ersten Auftrag dem jungen Erben der Luxushotelkette begegnet, ändert sich alles. Der attraktive Lyall fasziniert sie von der ersten Minute an. Doch welches Geheimnis verbirgt er hinter seinem abweisenden Verhalten?

LYALL bleibt ein Sommer, um sich am Stammsitz seiner altehrwürdigen Familie zu bewähren. Gelingt ihm das nicht, ist seine Zukunft in Gefahr. Als er der Designstudentin Kenzie begegnet, gerät sein Plan ins Wanken. Denn ihrer Anziehungskraft kann er einfach nicht widerstehen. Doch keiner weiß besser als er, wie verhängnisvoll eine Beziehung zu ihm für sie enden könnte.

Meinung: Ich habe lange mit mir gehandert, ob ich dieses Buch lesen will, oder nicht. Umso glücklicher war ich, als ich die Zusage vom Bloggerportal bekommen habe. An dieser Stelle also ein Dankeschön für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Wir begleiten Kenzie aus ihrem turbulenen Leben in der Nähe von London in die schottischen Highlands, wo sie bei einer Freundin der Familie ein Praktikum für ihre Aufnahme am College antritt. Noch bevor sie in die kleine Stadt einreist, begegnet sie einem jungen Mann, der ihr Herz augenblicklich höher schlagen lässt. Doch das Herzklopfen muss schnell ein Ende finden, denn es gilt dem meistgehassten Menschen der Kleinstadt.

Was soll ich sagen? Ich liebe Kenzie. Sie ist eine starke Protagonistin und nicht die „Damsel in distress“. Sie muss nicht gerettet oder beschützt werden, was mir echt gut gefallen hat. Sie ist die Sorte Mensch, der Dinge hinterfragt und gerne mal selbst das Ruder in die Hand nimmt. Auf der anderen Seite jedoch ist sie ein wahrer Familienmensch und schiebt ihre eigenen Bedürfnisse für sie in den Hintergrund. Während des Buches ist sie mir als Girl-crush ans Herz gewachsen.

Lyall war ein sehr interessanter Charakter, der sich darin versteht, seine Gefühle und Gedanken zu verbergen. Denn hinter der Maske aus Eis und Kält steckt ein sensibler junger Mann, dem seine Vergangenheit im Nacken sitzt. Dadurch, dass das Buch auch aus seiner Sicht erzählt wird, bekommt der Leser einen guten Einblick in seine Emotionen und Gedanken und sieht, dass Lyall in eine Rolle gedrückt wird, in die er niemals passen möchte.

Was ich sehr stark an diesem Buch finde, ist die Frau – im allgemeinen. Wie auch in „Ophelia Scale“ wimmelt es hier von starken Frauen. Die Thematik des Hotelimperiums fand ich cool, doch die Leitung des ganzen sehr antiquert. Dennoch tat dies der Story keinen Abbruch, sondern machte sie nur interessanter.

Ich finde, das Buch hat von Seite 1 an einen gewissen Spannungsgrad, der sich bis ans Ende zieht. Viele Bücher in diesem Genre sind nur oberflächlich, doch hier gibt es einen gewissen Tiefgang, der den Leser mit jeder Seite berührt. Hinzu kommen Stellen, bei denen man nicht nur lachen, sondern auch schon mal das ein oder andere Tränchen verdrücken muss. Der Prolog wirft dem Leser eine Art Käsestück zu, dass er jedoch erst am Ende erreicht und einen schockiert zurück lässt. Durch Lena Kiefers lockeren und humorvollen Schreibstil fliegt man förmlich durch die Seiten.

Obwohl es auch in dieser New Adult Story das ein oder andere Klischee gibt, lässt sich das Rad nicht neu erfinden. Auch, wenn ich auf den ersten Seiten die starke körperliche Anziehung der beiden Protagonisten nicht mochte, so fiel es mir von Seite zu Seite einfacher, darüber hinweg zu sehen. Der einzige Kritikpunkt ist, dass ich mir eine Triggerwarnung am Anfang gewünscht hätte. Zum Glück machte mir das Ereignis gegen Ende des Buches in dieser Hinsicht nicht viel aus, aber ich kann mir vorstellen, dass es für den ein oder anderen wichtig wäre, so etwas im Vorfeld zu erfahren.

Insgesamt finde ich, dass „Don’t love me“ ein starker Auftakt dieser Trilogie ist. Der zweite Band ist vorgemerkt und wird heißersehnt. Band 1 bekommt von mir 5/5 Sternen und wird wohl noch eine Weile in meinem Gedächtnis bleiben.


Quelle

2 Gedanken zu “Buchrezension Don’t love me

  1. Hey,

    tolle Rezension! Ich lese das Buch aktuell und bin auf Seite 88. Bis jetzt gefällt mir das Buch richtig gut und ich mag es, dass Kenzie nicht auf den Mund gefallen ist und gerade heraussagt, was sie denkt. Nach deiner Rezension freue ich mich definitiv aufs Weiterlesen. 😍

    Liebe Grüße
    Yvonne

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