Buchrezension Never Doubt

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Titel: Never Doubt
Autor: Emma Scott
Verlag: LYX Verlag
Preis: 12,90€
Einbandart: Klappenbroschut
Seiten: 485
Erscheinungsdatum: 28.07.2020
ISBN 13: 978-3-7363-1280-7
Altersempfehlung: ab 16

Inhalt: Manchmal braucht man die Worte eines anderen, um seine eigene Geschichte zu erzählen …
Für das, was vor einem Jahr geschah, hat Willow keine Worte. Erst als sie die Rolle der Ophelia am städtischen Theater bekommt, sieht sie eine Chance, ihren Schmerz mit den Zeilen Shakespeares in die Welt zu schreien. Ihr Hamlet ist Isaac Pearce, der Bad Boy der Stadt. Instinktiv versteht Isaac ihren Hilferuf, und mit jeder Konfrontation der tragischen Liebenden auf der Bühne kommen Willow und Isaac sich näher. Doch um wieder wirklich zu leben, muss Willow ihre eigene Stimme finden …

Meinung: Ihr glaubt nicht, wie glücklich ich war, als ich bei der Bloggerjury zu dem Rezensionsexemplar von Never Doubt bestätigt wurde. Obwohl ich das Buch bereits auf englisch gelesen habe, wollte ich die Geschichte unbedingt nochmal auf deutsch erleben. Deswegen an dieser Stelle ein Dankeschön an den LYX Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Wir begleiten Willow und Isaac, deren eigene Worte erloschen sind und sie stattdessen mit den Worten anderer sprechen. Auf einer Bühne.
Willow zieht kurz vor ihrem Abschluss mit ihrer Familie in ein kleines Dorf namens Harmony, wo ihr gleich Isaac auffällt. Ein dunkel wirkender junger Mann, der nicht zu sprechen scheint, außer auf der Bühne. Das macht Willow sich zunutzen, um ihre eigene Geschichte mit den Worten eines anderen zu erzählen.

Ich finde Willow unglaublich toll und realistisch dargestellt. Sie hat in ihrer Vergangenheit etwas schlimmes erlebt und hat nun mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Das macht sie in meinen Augen sehr stark. Man merkt, wie gut ihr der Abstand zu ihrer Heimat New York tut und wie sie langsam auftaut und neues Vertrauen fasst, in Isaac und in Angie, ihrer neuen Freundin an der Schule.

Isaac ist ein so wundervoller und vollkommen missverstandener Charakter. Die Schauspielerei ist für ihn mehr als ein Hobby, es ist sein Leben, denn er tut tagtäglich so, als wäre er jemand anders. Bis Willow in sein Leben tritt. Sie schafft es, hinter seine Maske zu blicken und den echten Isaac hervorzurufen. Er ist eben nicht der klassische Badboy, sondern ein ziemlich nachdenklicher und fürsorglicher Mensch, der Verantwortung für etwas übernimmt, was er eigentlich nicht sollte. Mir gefällt, wie respektvoll er mit Willow umgeht – was auf Gegenseitigkeit beruht.

Die Geschichte hat mich von Anfang an gereizt, weil es um Shakespeare geht, denn die Worte, die die beiden verwenden stammt aus „Hamlet“. Und das Stück kam nicht zu kurz, was mir gut gefallen hat. Aber auch die Geschichte fernab der Bühne hat mich verzaubert. Die Charaktere erinnerten an die Figuren aus dem Stück – Willow hatte Ähnlichkeit mit Ophelia, Isaac mit Hamlet.
Mir hat die Aufmachung des Buches sehr gut gefallen, es wurde in drei Akte unterteilt und hatte bei jedem Kapitelanfang eine Schreibfeder eingefügt. Der Spannungsbogen war nach den Akten ausgerichtet und demnach zum Ende hin an seinem Höhepunkt. Leider muss ich gestehen, dass ich das Ende nicht ganz so gut fand und teilweise nicht realistisch aufgrund von Reaktionen. Den Epilog hätte sich Emma Scott sparen können, es war davor schon ein gelungenes Ende.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich Emma Scott mit jedem gelesenen Buch mehr liebe. Bis jetzt ist „Never Doubt“ mein liebstes Werk von ihr. Ich habe die Charaktere geliebt (wobei es ein paar Ausnahmen gab…) und auch Harmony und der Verlauf der Geschichte hat mich nicht enttäuscht. Ich kann dem Buch nur 5/5 Sternen geben, obwohl es ein, zwei Kleinigkeiten gab, die mich gestört haben. Ich freue mich schon auf weitere Werke der Autorin!


Quelle

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