Buchrezension A single Word

A single word von Ivy Andrews

Titel: A single word
Autor: Ivy Andrews
Verlag: BlanvaletVerlag
Preis: 12,99€ [D]
Einbandart: Paperback
Seiten: 512
Erscheinungsdatum: 13.07.2020
ISBN13: 978-3-7341-0856-3
Altersempfehlung: ab 16
Band 2 der L.O.V.E Reihe

Inhalt: Als Oxy den Bruder ihrer neuen Mitbewohnerin Ella kennenlernt, weiß sie sofort, dass Henri nichts als Ärger bedeutet. Denn der gut aussehende Erbe des Modeunternehmens »French Chic« steht nicht nur im Ruf, ein notorischer Frauenheld zu sein, er verhält sich auch wie der weltgrößte Rüpel. Was Oxy nicht weiß: Henri hütet ein dunkles, traumatisches Geheimnis. Gefühle will er nicht zulassen, und dennoch weckt die schlagfertige Oxy etwas in ihm – etwas, dem sich Oxy all seiner Sabotageversuche zum Trotz ebenfalls nicht entziehen kann …

Meinung: Nach „A single Night“ habe ich mich sehr darauf gefreut, in die WG zurückzukehren. Hier lernen wir Oxana besser kennen, die schon einiges in ihren jungen Jahren erlebt hat. Bereits mit 16 ist sie von zu Hause weg, um ihrem Traum näher zu kommen, eine Schneiderin zu werden. Und wie auch die anderen drei Mädels der WG zieht es sie schlussendlich nach Plymouth.

Ich muss gestehen, dass ich bis zuletzt nicht zu einhundert Prozent mit Oxy warm geworden bin. Natürlich habe ich eine gewisse Empathie für sie entwickelt, doch als Charakter hat sie mir weit weniger gefallen, als Libby im ersten Teil. Mich hat an ihr gestört, dass sie sich so oft mit Ella verglichen und sich dadurch immer kleiner gemacht hat, als sie wirklich ist. Außerdem hatte ich das Gefühl, sie bis zur letzten Seite hin nicht aus allen Dimensionen kennen gelernt zu haben.

Mit Henri ging es mir ähnlich. Mit ihm wurde ich auch lange Zeit nicht warm, doch am Ende mochte ich ihn etwas mehr, als Oxy. Zu Beginn erinnert er ein wenig an Jasper aus dem ersten Band, doch es ist schnell klar, dass Henri völlig anders ist. Bis gut zur Hälfte wird sein Geheimnis gewahrt, doch nachdem es gelüftet wurde, habe ich angefangen, ihn mehr zu mögen.

Die Geschichte ließ sich gut lesen. Dass das Buch über 500 Seiten hat, habe ich kaum mitbekommen. Doch leider kam die Geschichte nicht an die erste ran, was ich echt schade finde. Während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, dass viel zu viel angedeutet wird und bestimmte Szenen mehr tiefgang vertragen hätten, ebenso die Charaktere. Anfangs wird Henris bester Freund beschrieben und der geht auf dem Weg leider verloren. In dieser Beziehung – Henri und er teilen ein Schicksal – hätte ich mir deutlich mehr erhofft. Ebenso hätte ich es toll gefunden, Oxy bei der Arbeit zu begleiten. Allerdings muss ich zugute halten, dass einige Ereignislücken aus dem ersten Band hier näher erzählt wurden. Ich denke, dass die Lücken von diesem Band in den fehlenden beiden Bänden noch geschlossen werden.

Was ich sehr mochte, war, dass das Buch nicht an den ersten anknüpft, wie es in dem Genre üblich ist, sondern quasi von vorne beginnt. Allerdings ergibt das hier auch Sinn, weil die vier Mädels nur ein Jahr in der WG wohnen… Genie lässt grüßen!
Dass die Bücher komplett unabhängig voneiner lesbar sind würde ich nicht ganz unterschreiben, da immer wieder gespoilert wird.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Bis auf die kleinen Charakterschwächen habe ich es genossen, wieder in England zu sein und in die Welt der Mode einzutauchen. „A single Word“ (dessen Titel erst gegen Ende wirklich Sinn ergibt) bekommt von mir 3,5/5 Sternen.
Und jetzt freue ich mich sehr auf den dritten Band!

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal herzlich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars bedanken.


Quelle

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