Buchrezension A single Touch

Titel: A single word
Autor: Ivy Andrews
Verlag: BlanvaletVerlag
Preis: 12,99€ [D]
Einbandart: Paperback
Seiten: 544
Erscheinungsdatum: 19.10.2020
ISBN13: 978-3-7341-0857-0
Altersempfehlung: ab 16
Band 3 der L.O.V.E Reihe

Inhalt: Als Val ihr Auslandsjahr am renommierten Plymouth College of Art antritt, hofft sie, ihrem gebrochenen Herzen endlich die nötige Ruhe verschaffen zu können. Sie will sich voll und ganz auf ihre Leidenschaft, die Modefotografie, konzentrieren und das Leben in dem ihr fremden Land genießen – von Männern, Lügen und Geheimnissen hat sie erst mal genug. Doch dann steht plötzlich Parker Gibson vor ihr, der sich nicht nur als überaus charmant und fürsorglich entpuppt, sondern auch als ihr Vermieter! Schon bald teilen die beiden mehr als nur vier Wände, doch Val ist skeptisch, denn Parker scheint etwas vor ihr zu verbergen …

Meinung: Ich muss gestehen, dass ich mich auf diesen Band am meisten gefreut habe. Er handelt von Val, die schon früher als die anderen Mädels in dem Haus in England ankommt und dort gleich in die Arme ihres Vermieters fällt.

Ich mochte Val sehr gerne. Sie ist quirlig, entschlossen und einfach toll. Sie hatte vermutlich die härteste Prüfung, wo sie doch aus Deutschland kommt und ihre Familie und Freunde vermisst. Mir haben ihre Besonderheiten gefallen, wie zum Beispiel, dass sie immer verrückt sagt. Auch ihre Art zu handeln konnte ich gut nachvollziehen, auch wenn es im ersten Moment für den Leser so klar ist, was sie zu tun hat. Denkt man nämlich einen Moment darüber nach, sieht man die Welt mit anderen Augen.

Parker fand ich schon im ersten Band interessant (wahrscheinlich habe ich mich deswegen so auf den Band gefreut…). Er ist etwas älter als die Mädels, was ich aber überhaupt nicht schlimm fand. Er ist ein sehr nachdenklicher Mensch, wobei ich mich oft gut mit identifizieren konnte. Obwohl mich in einigen Büchern stört, dass die Protagonisten Kinder haben, fand ich es hier überhaupt nicht schlimm. Parkers Art, mit der Situation umzugehen, fand ich realistisch.

An dieser Geschichte hat mir besonders gefallen, dass sie vor den anderen beiden Bänden beginnt, da Val bereits vier Wochen eher anreist. Und an dieser Stelle kommen wir zu meinem größtenn Kritikpunkt dieser Geschichte. Die ersten vier Wochen strecken sich über gute 100 Seiten, in denen viel passiert ist. Im Bett. Mich persönlich hat es nach einigen Malen schon mit den Augen rollen lassen; ich dachte, ich lese hier keine New Adult Geschichte, sondern einen Erotikroman. Hätte man diese gekürzt, hätte mir das Buch insgesamt wohl besser gefallen.
Gefallen hat mir, dass es im Gegensatz zu den anderen Büchern nicht um das Modedesign ging, sondern um Fotografie. Da ich selbst diese Leidenschaft lebe, hat mich dieses Buch mehr als einmal inspiriert, selbst nach der Kamera zu greifen und Fotos zu schießen.

Der Spannungsbogen der Geschichte war eher flach, da es oft den Konflikt der platonischen Beziehung gab. Natürlich wusste ich um Vals und Parkers Gedanken und Bedenken, doch es zog sich leider etwas in die Länge.
Auch am Schreibstil habe ich dieses Mal eine Kleinigkeit auszusetzen, doch das ist Meckern auf hohem Niveau. Stellenweise fand ich die Formulierung der Sätze nicht flüssig, sodass man als Leser darüber stolpert (als Beispiel: „Kalt war es.“).
Was ich am Ende etwas schade fand, war, dass in Bezug auf Ellas Geschichte ein wenig gespoilert wurde.

Alles in allem ein schöner Band, der in diesem wundervollen Städtchen in England spielt. Trotz der kleinen Problemchen mochte ich Val und Parker sehr gerne und freue mich, die beiden im vierten und letzten Band der Reihe nochmal zu „sehen“. Ich gebe „A single Touch“ 3,5/5 Sternen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Bloggerportal, die mir ein Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt haben.


Quelle

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