
Titel: Celestial City – Akademie der Engel
Autor: Leia Stone
Verlag: One Verlag
Preis: 17,-€ [D]
Einbandart: Hardcover
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 28.08.2020
ISBN13: 978-3-8466-0111-2
Altersempfehlung: ab 14
Band 1 der Fallen Academy Reihe
Inhalt: Eine Welt zwischen Engeln und Dämonen
Als pechschwarze Flügel aus Brielles Rücken wachsen, ist klar, dass etwas völlig falsch läuft. Kann es sein, dass in ihr ein Dämon schlummert? Dennoch wird sie an der Fallen Academy der Engel aufgenommen. Mit ihren schwarzen Flügeln ist sie dort allerdings eine Außenseiterin. Da hilft es auch nicht, dass der attraktive Lincoln Grey ihr das Leben noch schwerer macht. Dann wird ihre Zugehörigkeit an der Academy von höchster Stelle angezweifelt, und damit ist das Chaos für Brielle perfekt …
Meinung: Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Umso mehr habe ich mich gefreut, als Sally mich bei ihrer Blogtour zu diesem Buch dabei haben wollte. Deswegen an dieser Stelle Danke an den One Verlag für die Bereitstellung dieses Exempares.
Gleich zu Beginn treffen wir Brielle, die in den Slums von Demon City lebt. Dort ist ihr Leben nicht einfach, denn sie hat bereits ein Schicksal als Dämonensklavin. Als sie am Tag der Erweckung ihrer unterdrückten Kräfte plötzlich Flügel zeigt, gerät ihre Welt ins Wanken. Nun will auch Angel City sie und sie steht zwischen zwei Stühlen.
Brielle ist ein interessanter Charakter, der in meinen Augen jedoch nicht voll ausgeschöpft wurde. Man lernt sie zwar kennen, weiß aber nicht wirklich wer sie ist. Für sie ist Familie das Wichtigste und sie ist keins dieser Damsel-in-Distress-Mädchen, sondern opfert sich lieber, als Hilfe anzunehmen. Wenn sie wirklich etwas will, findet sie auch einen Weg, das zu bekommen.
Lincoln ist ähnlich durchsichtig, wie Brielle. Auch hier gibt es viel Luft nach oben, um den Charakter wirklich kennen zu lernen. Was man jedoch von ihm weiß, ist, dass er der Ritter in silberner Rüstung ist. Für seine Liebsten würde er sterben. Da sind er und Brielle sich sehr ähnlich. Jedoch ist Lincoln eher der stille Typ, statt verbal anzugreifen.
Das Buch ist mir insgesamt zu kurzweilig. Ich finde, die Autorin hätte noch viel mehr aus der Geschichte rausholen können und nicht alles gleich so schnell abhandeln lassen. Dies gilt zum Beispiel für die Liebesgeschichte. Eigentlich mag ich Romantasy deswegen so gerne, weil das Abenteuer, die Mission im Vordergrund steht und nicht ein Liebeskranker Teenie ab Kapitel 3. Das kann bei mir vielleicht daran liegen, dass ich ein bisschen älter als die eigentliche Zielgruppe bin.
Der Schreibstil war locker und schnell zu lesen. Nur das „Slang“ hat mich immer wieder kurz ins Stocken gebracht. Manchmal habe ich sogar automatisch korrigiert (Das war ’n Ding, dem müsste man mit ’nem Tisch schlagen). Außerdem passierten immer wieder unerwartete Wendungen, bei denen ich entweder gejubelt oder mir eine Facepalm geben musste.
Das Ende hält natürlich einen Cliffhänger bereit, um auf den nächsten Band vorzubereiten. Allerdings hätte ich mit etwas Dramatischerem gerechnet. So ist der Cliffhänger ganz gut auszuhalten.
Leider muss ich sagen, dass der Klappentext auf dem Buch einen wesentlichen Teil des Endes verrät. Das nimmt für mich die Spannung ein wenig raus, was ich sehr schade finde.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Die Grundidee ist genial und auch die Charaktere sind allesamt sehr sympathisch. Der erste Teil der Fallen Academy Reihe bekommt von mir 4/5 Sternen. Jetzt freue ich mich natürlich darauf zu erfahren, wie es mit Brielle, Lincoln und den anderen weiter geht.