Hörbuchrezension Burning Bridges

Titel: Burning Bridges
Autor: Tami Fischer
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 12,99€
Einband: Paperback
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 01.10.2019
ISBN 13: 978-3-426-52457-2
Altersempfehlung: ab 16

Inhalt: Wenn wir aufeinandertreffen, sprühen keine Funken. Wenn wir aufeinandertreffen, gehen wir in Flammen auf. 
Sein Name lautete Ches. Das war alles, was ich wusste. Keine Vergangenheit und keine Identität. Alles an ihm strahlte Gefahr aus, doch ich schaffte es einfach nicht, mich von ihm fernzuhalten. Ich war Metall und er der Magnet, welcher mich anzog. Doch nicht nur mich zog er an; auch Dunkelheit und Ärger und Geheimnisse begleiteten ihn wie Motten das Licht. Ich war vielleicht gebrochen, aber wenn er mich für schwach hielt, machte er einen Fehler. Ich würde jedes seiner Geheimnisse lüften. Und wenn ich brennen musste, um seine Dunkelheit zu vertreiben, würde ich jede Sekunde im Feuer genießen. 

Meinung: Die Geschichte beginnt beinahe mitten im Geschehen. Unsere Protagonistin Ella ist mit ihrem Freund zusammen, doch etwas stimmt nicht. Und dann passier etwas, womit Ella nicht gerechnet hat: er macht Schluss. Wütend und mit gebrochenem Herzen will sie nach Hause, wird aber von schmierigen Kerlen abgefangen, die es nicht unbedingt gut mit ihr meinen. Doch zum Glück gibt es einen jungen Mann, der die Not der Situation sieht und eingreift. Und dieser Mann will Ella nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Zu Ella – gefühlt die neue Emma – hatte ich einen guten Draht. Ich fand sie schnell sympathisch und im Laufe des Buches eine angenehme Protagonistin. Sie ist erwachsen und handelt auch meistens so. Durch ihre Neugier manövriert sie sich allerdings in eine Sache, die ihr schon bald über den Kopf hinaus wächst.

Ches als ihr männlicher Gegenpart war etwas schwerer einzuschätzen. Wie in dem Genre üblich hat auch er ein dunkles Geheimnis, das Mal in eine andere Richtung geht, als die bisherigen – was in meinen Augen gut ist. Sowohl Ella als auch Ches waren menschlich und realistisch dargestellt und man hat ihnen ihr Verhalten und handeln abgekauft.

Die Nebencharaktere sind gut eingebaut worden. Sie tauchten immer wieder an den richtigen Stellen auf und wurden nicht vergessen.

Der Klappentext verspricht eine spannende, vielleicht actionreiche Geschichte, was in meinen Augen leider nicht der Fall war. Auch, wenn die Geschichte versucht, durch den Grundstein so zu wirken, habe ich doch in den ersten Minuten den Dämpfer bekommen, der sich durch die ganze Geschichte in Form diverser Klischees zieht. Ist es wirklich das, was die Masse lesen möchte? Ich habe oft genug die gleichen Muster in New Adult Romanen gelesen und hoffte, hier auf eine andere Art Geschichte zu stoßen. Jedoch muss ich gestehen, dass in einer Szene weiter hinten gut finde, dass Ella die Hosen anhat und nicht auf Prinzessin macht, die vom Kerl gerettet werden muss, sondern selbst die Initiative ergreift. Dafür gibt es einen Pluspunkt.

Dennoch hat mir Tamis Schreibstil Gut gefallen, den die Sprecherin gut rübergebracht hat. Sie hatte eine angenehme Stimme und hat den Charakteren ihre Stimme verliehen. Ich finde es beachtlich, wie gut Tami mit Worten umgehen kann und es ist kaum zu glauben, dass „Burning Bridges“ ihr Debüroman ist. Anhand dessen freue ich mich, bald erneut nach Fletcher einzutauchen.

Abschließend muss ich noch loswerden, wie unpassend ich Titel und Cover finde. Ich hatte nicht das Gefühl, dass eins der beiden die Geschichte widerspiegelt. Alles in allem kann ich aber guten Gewissens 4/5 Sternen geben, denn das Buch hat mich in jedem Fall gut unterhalten.


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