Buchrezension Love to Share

Love to share Liebe ist die halbe Miete von Beth OLeary

Titel: Love to share – Liebe ist die halbe Miete
Autor: Beth O’Leary
Verlag: Diana Verlag
Preis: 9,99€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 13.05.19
ISBN13: 978-3-453-36035-8
Altersempfehlung: ab 16


Inhalt: Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln …

Meinung: Als ich das Buch das ertse Mal gesehen habe, habe ich einen weiten Bogen darum gemacht. Es sprach mich überhaupt nicht an. Dann habe ich aber doch mal reingelesen und es schnell wieder zugeklappt. Jetzt kann ich behaupten, dass ich froh bin, das Buch gelesen zu haben.
Wir begleiten Leon und Tiffy, die unterschiedlicher nicht sein können. Während Tiffy aufbrausend, chaotisch und einfach wunderbar ist, ist Leon sparsam mit Worten, steif und zurückhaltend. Tiffy versucht, über ihren Ex hinwegzukommen und ist dankbar, bei Leon in der Wohnung unterzukommen. Sie hat Kontakt zu seiner Freundin, aber nie zu Leon. Die beiden freunden sich im Laufe des Buches immer mehr an, obwohl sie sich nicht zu Gesicht bekommen; sie schreiben sich kleine Nachrichten auf Post-its, wie: „Hab gebacken, bedien dich“ oder „Ich hab dir was von meinem Abendessen übergelassen, steht im Kühlschrank“. Aber auch private Nachrichten werden ausgetauscht.

Ich bin mit ganz anderen Erwartungen an dieses Buch gegangen. Ich dachte eine Art E-Mail Roman vorzufinden, doch dem war nicht so. Vielleicht hat mich dieses Buch deshalb so umgehauen. Ich habe es genossen, die Charaktere in ihrem Leben zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuverfolgen, die bei Leon um einiges größer war, als bei Tiffy. Es ging nicht nur um die beiden im Buch, sondern auch um ihre Familie und ihre Freunde. Außerdem fand ich es gut, wie zart sich die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt hat, ohne dabei zu kitschig zu werden.

Was ich sehr genossen habe, waren die Sichtwechsel in jedem Kapitel. Durch den unterschiedlichen Schreibstil konnte man beide Sichten gut auseinanderhalten. Jedoch hatte ich anfangs kleine Probleme mit Leons Sichtweise, denn sie spiegelt seine Persönlichkeit wieder: kurze Sätze mit wenigen Pronomen und wörtlicher Rede im Drehbuchstil. Zudem gab es immer wieder unerwartete Wendungen und eine gute Portion Humor.

Das Buch ist, wie eine Klassenkammeradin von mir zu sagen pflegte, ein Frühstücksbuch, denn man fliegt förmlich durch die Seiten. Der Schreibstil ist locker und gut verständlich. Leider muss ich gestehen, dass mich das Ende nicht zu einhundert Prozent zufrieden gestellt hat, da ich noch einige Fragen hatte. Aber alles in allem ein wunderbares Buch, welches sich ideal für den Sommer eignet. Love to Share bekommt von mir 5/5 Sternen.


(Bildquelle)

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